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Projektförderungen nach Richtlinie eHealthSax

Im Mai 2017 hat die Sächsische Staatsregierung die Richtlinie des Gesundheitsministeriums zur Förderung der Digitalisierung im Gesundheitswesen (Richtlinie eHealthSax) verabschiedet. In den Jahren 2017 und 2018 standen dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt dafür insgesamt zehn Millionen Euro zur Verfügung.

Aktuell fördert die Sächsische Staatsregierung die Digitalisierung im Gesundheitswesen mit Landesmitteln in Höhe von je fünf Millionen Euro in den Jahren 2019 und 2020. Gegenstand der Förderung sind Maßnahmen und Projekte, die geeignet sind, den Grad der Digitalisierung im Gesundheitswesen im Freistaat Sachsen zu erhöhen und die medizinische Versorgung zu verbessern. Neben dieser Projektförderung von fünf Millionen Euro pro Jahr stehen im Landeshaushalt 2019/2020 jährlich zusätzlich zehn Millionen Euro für die digitale Ertüchtigung sächsischer Krankenhäuser zur Verfügung.

Insgesamt sind im laufenden Doppelhaushalt damit 30 Millionen Euro für die Digitalisierung im Gesundheitswesen eingeplant. Erfahren Sie hier, welche Maßnahmen der Freistaat über die Richtlinie eHealthSax unterstützt.

Flächendeckende Einführung eines Gesundheitsterminals zur normenkonformen Übertragung von Sozialdaten in Sachsen. Insgesamt 225 Terminals sollen sachsenweit aufgestellt werden.

Die DeGIV GmbH bietet allen Menschen in Deutschland, unabhängig von deren Technikbesitz oder Technikwissen den gesetzeskonformen, hochsicheren digitalen Zugang zum Gesundheitswesen. Die speziell für den Umgang mit geschützten Sozialdaten konzipierten Gesundheitsterminals bieten u.a. den einfachen Zugriff auf die kommenden Anwendungen der Gesundheitsakte und der Gesundheitskarte und zu den digitalen Services der Krankenkassen. Aktuell stehen diese Leistungen den Versicherten der DAK Gesundheit, IKK classic und BKK zur Verfügung. Auskunfts- und Informationsfunktionen können unabhängig von der Mitgliedschaft in einer der oben genannten Krankenkassen von allen Menschen genutzt werden.

Fördersumme: 2,97 Millionen Euro

Analyse- und Meldesystem zur Verbesserung der Patientensicherheit durch Echtzeitintegration von Laborbefunden, kurz »AMPEL«

Durch digitale Vernetzung soll die klinische Versorgung verbessert werden. Dabei handelt es sich um eine automatisierte Verknüpfung der medizinischen Patientendaten mit vorliegenden Laborbefunden.

Auf Basis von Laborbefunden sollen automatisiert Bezüge zu weiteren patientenbezogenen klinischen Informationen aus dem Patienteninformationssystem des Krankenhauses hergestellt und Hinweise auf das Vorliegen von spezifischen Krankheitsbildern identifiziert und überwacht werden. Ziel ist eine Meldung in Echtzeit, ob aus den angeforderten Laborwerten zeitgerecht medizinisch angemessene Konsequenzen und Folgeuntersuchungen abgeleitet wurden.

Fördersumme: 2,65 Millionen Euro

Empowerment für Schlaganfallpatienten: ein mobiles, digitales System zur Stärkung der Rezidiv-Prävention, Gesundheitskompetenz und Selbstbestimmung: Der PostStroke-Manager ist ein patientenorientiertes, digitales System, welches die alltagsüblichen Kommunikationswege nutzt, um eine koordinierte präventive Langzeitbetreuung von Schlaganfallpatienten zu ermöglichen.

Das System umfasst insbesondere eine Patienten-App mit direkter Kontaktmöglichkeit zu Schlaganfalllotsen und dem weiterbehandelnden Hausarzt sowie Angeboten zu rehabilitativen Maßnahmen. Somit können die vorhandenen Therapie- und Rehabilitationsinhalte optimal auf den Patienten abgestimmt werden.

Das Projekt wird von den Deutschen Rentenversicherungen Mitteldeutschland unterstützt.

Fördersumme: 2 Millionen Euro

Health.connect soll im Freistaat Sachsen eine umfassend digital unterstützte Versorgung ermöglichen. Dazu wird eine offene Plattform entwickelt, die den Bereich der stationären Pflege einschließt, bestehende Technik- und IT-Lösungen integriert und datenschutzkonforme Schnittstellen für alle an der Behandlung und Betreuung von Pflegebedürftigen bereitstellt.

Damit kann das Projekt perspektivisch einen großen Beitrag für die intersektorale Vernetzung in der stationären Pflege leisten. Im Ergebnis soll ein Implementierungskonzept mit einem Betreibermodell im operativen Betrieb und ein Konzept für den Transfer in andere Regionen und auf weitere Teilnehmerorganisationen entstehen.

Fördersumme: 1,37 Millionen Euro

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